Prognosezeitraum

Grundlagen des Prognosezeitraums

Bei der Prüfung einer Berufsunfähigkeit ist nicht nur der aktuelle Gesundheitszustand von Bedeutung. Auch die voraussichtliche Dauer der gesundheitlichen Beeinträchtigung kann eine Rolle spielen. Der Prognosezeitraum beschreibt den zeitlichen Maßstab, der für diese Beurteilung zugrunde gelegt wird.

  • Voraussichtliche Dauer der gesundheitlichen Beeinträchtigung
  • Auswirkungen auf die berufliche Tätigkeit
  • Zukunftsbezogene Beurteilung der Einschränkung
  • Zusammenhang mit den Leistungsvoraussetzungen

Berufsunfähigkeit

Gesetzliche und vertragliche Grundlagen

Das Versicherungsvertragsgesetz beschreibt Berufsunfähigkeit unter anderem damit, dass die zuletzt ausgeübte berufliche Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausgeübt werden kann. Die Versicherungsbedingungen können nähere Regelungen zur zeitlichen Beurteilung enthalten.

  • Gesetzlicher Bezug zur voraussichtlichen Dauer
  • Weitere Ausgestaltung durch Versicherungsbedingungen
  • Tarifabhängige Regelungen möglich
  • Zusammenspiel gesetzlicher und vertraglicher Vorgaben

Bedeutung bei der Leistungsprüfung

Im Rahmen der Leistungsprüfung kann beurteilt werden, ob die gesundheitlichen Einschränkungen die vertraglichen Voraussetzungen hinsichtlich ihrer voraussichtlichen Dauer erfüllen. Dabei können medizinische Unterlagen, Angaben zur beruflichen Tätigkeit und weitere Nachweise von Bedeutung sein.

  • Medizinische Beurteilung der gesundheitlichen Situation
  • Voraussichtliche Dauer der Einschränkungen
  • Auswirkungen auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
  • Prüfung anhand der vereinbarten Bedingungen

Leistungsprüfung

Prognosezeitraum und Leistungsanspruch

Der Prognosezeitraum kann ein Bestandteil der Voraussetzungen für eine Versicherungsleistung sein. Ob ein Leistungsanspruch besteht, hängt jedoch nicht allein von der zeitlichen Prognose ab. Auch weitere gesetzliche und vertragliche Voraussetzungen können für die Entscheidung über die Leistungspflicht von Bedeutung sein.

  • Prognosezeitraum als mögliches Prüfungskriterium
  • Weitere Voraussetzungen für eine Versicherungsleistung
  • Gesamtprüfung des jeweiligen Leistungsfalls
  • Entscheidung nach den maßgeblichen Vertragsbedingungen

Anspruch

FAQ – Häufige Fragen

Was bedeutet Prognosezeitraum bei Berufsunfähigkeit?

Der Prognosezeitraum beschreibt den zeitlichen Maßstab für die Beurteilung, wie lange eine gesundheitliche Beeinträchtigung voraussichtlich bestehen wird und die berufliche Tätigkeit beeinträchtigt.

Ist der Prognosezeitraum gesetzlich festgelegt?

Das Versicherungsvertragsgesetz verwendet für die Berufsunfähigkeit den Begriff „voraussichtlich auf Dauer“. Wie dieser zeitliche Maßstab im jeweiligen Versicherungsschutz näher ausgestaltet wird, kann sich aus den Versicherungsbedingungen ergeben.

Entscheidet der Prognosezeitraum allein über einen Leistungsanspruch?

Nein. Der Prognosezeitraum kann ein Bestandteil der Leistungsprüfung sein. Ob ein Anspruch besteht, hängt von allen maßgeblichen gesetzlichen und vertraglichen Voraussetzungen des jeweiligen Leistungsfalls ab.

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